Team-Standards als Infrastruktur: Martin Fowler ueber AI-Coding-Instruktionen
Martin Fowler publiziert auf martinfowler.com einen Artikel von Rahul Garg mit einer klaren These: AI-Coding-Assistenten antworten dem Prompter. Die Qualitaet des generierten Codes haengt direkt davon ab, wie gut der Prompter die Standards seines Teams artikulieren kann. Wer keine klaren Instruktionen gibt, bekommt generischen Output.
Instruktionen als versionierte Infrastruktur
Gargs Vorschlag: Die Instruktionen, die AI-Interaktionen steuern -- ob Codegenerierung, Refactoring, Security-Checks oder Reviews -- sollten als Infrastruktur behandelt werden. Das bedeutet: versioniert in der Codebase, reviewed im Team, geteilt ueber Repositories hinweg.
Das Ziel ist, implizites Team-Wissen (Tacit Knowledge) in ausfuehrbare Instruktionen zu kodieren. Die Code-Qualitaet soll konsistent sein, unabhaengig davon wer am Keyboard sitzt. Nicht der einzelne Entwickler soll wissen, wie man den AI-Assistenten richtig fuettert -- das Team definiert es einmal, pflegt es gemeinsam.
Parallel: Agentic Engineering Patterns
InfoQ berichtet zeitgleich ueber "Agentic AI Patterns Reinforce Engineering Discipline". Paul Duvall hat eine Library of Engineering Patterns fuer AI-assisted Development aufgebaut. Paul Stack und Gergely Orosz beschreiben einen Shift weg von manuellem Coding hin zu "Remixing" und "Specification-Driven Development" -- der Entwickler definiert das Was, der Agent liefert das Wie.
Beide Stroemungen zeigen in dieselbe Richtung: AI-Assistenten machen Engineering-Disziplin nicht obsolet, sondern erfordern sie in neuer Form. Wer keine Standards hat, kann sie auch nicht an einen Agenten delegieren.
Quellen
- Encoding Team Standards | Martin Fowler / Rahul Garg
- Agentic AI Patterns Reinforce Engineering Discipline | InfoQ